Hauptuntersuchung in Berlin

Regelmäßige Hauptuntersuchungen (HU) stellen die Vorschriftsmäßigkeit, aber auch die Umweltverträglichkeit von Fahrzeugen fest und sind gesetzlich vorgeschrieben. Als Partner einer amtlich anerkannte und zugelassene Prüforganisation führen wir in unseren KFZ-Prüfstellen in Berlin gern die Hauptuntersuchung an Ihrem Fahrzeug durch und beraten Sie zu allen Ihren Fragen rund um die Verkehrssicherheit.

Hauptuntersuchung: Wie oft muss eine durchgeführt werden?

Laut § 29 StVZO sind Sie verpflichtet, nach der Erstzulassung Ihren PKW nach 36 Monaten zur Hauptuntersuchung anzumelden. Nachfolgend ist die Hauptuntersuchung alle 24 Monate fällig. Die Fristen für weitere Kraftfahrzeuge, Motorräder, Wohnmobile etc. entnehmen Sie der aufgeführten Tabelle.

Fahrzeugart erstmalig generell
PKW nach 36 alle 24
Kraftrad & Leichtkraftrad nach 24 alle 24
Anhänger & Wohnanhänger, bis 750 kg nach 36 alle 24
Anhänger & Wohnanhänger, > 750 kg und < 3,5 t nach 24 alle 24
Anhänger & Wohnanhänger, > 3,5 t nach 12 nach 12
LKW kleiner 3,5 t nach 24 alle 24
LKW ab 3,5 t nach 12 nach 12
Wohnmobile nach 36 alle 24

Was wird bei einer Hauptuntersuchung geprüft?

Bei der Hauptuntersuchung stellen die Prüfer sicher, dass Ihr Fahrzeug für die Teilnahme am Straßenverkehr keine Sicherheitsmängel aufweist. Die Hauptuntersuchung beginnt mit einer kurzen Probefahrt. Während der Probefahrt werden Lenkrad- und Bremsfunktion getestet. Außerdem prüft der Sachverständige die elektronischen Sicherheitsassistenten wie ABS und ESP. In der KFZ-Prüfstelle werden dann weitere Untersuchungen vorgenommen, bei denen Bremsen, Beleuchtung etc. auf Herz und Nieren geprüft werden. Selbstverständlich führen wir alle Untersuchungen im Namen und auf Rechnung der GTÜ durch.

Was ist das Ergebnis einer Hauptuntersuchung?

Haben wir Ihre Hauptuntersuchung durchgeführt und keine oder geringe Mängel festgestellt, erhalten Sie Ihre neue Plakette. Werden dagegen erhebliche Mängel festgestellt, sind Sie als Halter verpflichtet, diese unverzüglich, spätestens aber nach 1 Monat beheben zu lassen und anschließend Ihr Fahrzeug wieder zur Nachuntersuchung vorzuführen. Auch sind Sie als Kraftfahrzeughalter in der Pflicht, den Untersuchungsbericht der Hauptuntersuchung (Prüfbericht) bis zur nächsten fälligen Hauptuntersuchung aufzubewahren.

Was muss man zur Hauptuntersuchung mitbringen?

Damit Sie für Ihre Hauptuntersuchung bestens ausgestattet sind, sollten Sie Ihre Fahrzeugpapiere mitbringen. Dazu gehört der Fahrzeugschein sowie alle Nachweise über nachträglich vorgenommene technische Änderungen. Hier gilt es: Lieber zu viele als zu wenige Unterlagen mitbringen. Unsere Spezialisten vor Ort beraten Sie gern dazu, was wirklich notwendig ist. Auch Nachweise über eventuell vorangegangene Abgasuntersuchungen oder Gasanlagenprüfungen sollten mitgenommen werden.

Wie lange kann man die Hauptuntersuchung überziehen?

Überziehen Sie Ihre fällige Hauptuntersuchung in Berlin, müssen Sie mit einem Bußgeld rechnen. Bei zwei Monaten Überziehung liegt dieses bei 15€. Noch teurer wird es nach vier Monaten: 25€. Nach acht Monaten droht dann nicht nur eine Strafe in Höhe von 60€, sondern auch noch ein Punkt in Flensburg. Weitere Nachteile können Ihnen durch eine versäumte Hauptuntersuchung bei Ihrer Versicherung entstehen, sollte Ihr Fahrzeug in einen Unfall verwickelt werden.

Warum muss der Prüfbericht aufbewahrt werden?

Der Prüfbericht ist gemäß §29 (10) StVZO aufzubewahren. Er wird von der KFZ-Zulassungsbehörde bei der Befassung mit den Fahrzeugpapieren (zum Beispiel bei Abmeldung, Ummeldung oder Zusatzeintragungen) verlangt. Sollten Sie Ihren Prüfbericht verloren oder verlegt haben, können Sie sich entweder von der Institution, welche die letzte Hauptuntersuchung durchgeführt hat, eine Zweitschrift besorgen oder auf eigene Kosten eine neue Hauptuntersuchung durchführen lassen. Die Prüfplakette auf dem Kennzeichen bzw. der Stempel im Fahrzeugschein sind als Nachweis über eine gültige Hauptuntersuchung nicht ausreichend.

Was ist der Unterschied zwischen Hauptuntersuchung und TÜV?

Lange Zeit hatte der TÜV ein Monopol auf die Hauptuntersuchung, wodurch er auch zum Namensgeber für diese wurde. Bei der umgangssprachlichen Bezeichnung blieb es selbst nachdem sich der Markt für Konkurrenten geöffnet hat. Doch die Aussage „Ich bringe mein Auto zum TÜV“ ist längst veraltet. Seit vielen Jahren dürfen alle amtlich anerkannte Prüforganisationen die Hauptuntersuchungen durchführen. Als Vertragspartner der GTÜ (Gesellschaft für technische Überwachung mbH) sind auch wir berechtigt, die Hauptuntersuchung für Fahrzeuge aller Art durchzuführen.

Verweis: StVZO §29

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